Elisabeth Hunaeus

Elisabeth Hunaeus, Kindergärtnerin, Jugendleiterin, Hortnerin, Schulgründerin und Pädagogin.

Edith Maria Agnes Elisabeth war das älteste von zwei Kindern des preußischen Generalmajors Wilhelm Hunaeus und dessen Ehefrau Marie, geborene Rohrmann. Bedingt durch die berufliche Laufbahn des Vaters wechselte die Familie öfter die Wohnorte. Nach ihren Ausbildungen zur Kindergärtnerin am „Evangelischen Fröbelseminar“ in Kassel und zur Jugendleiterin am „Pestalozzi-Fröbel Haus II“ in Berlin, leitete Elisabeth Hunaeus in den Jahren 1918/19 das staatlich anerkannte Kindergartenseminar des Nationalen Frauendienstes in Posen, 1919 bis 1921 das Kindergärtnerinnenseminar in Quedlinburg und 1924 die „Elisabeth-Anstalt“ zur Erziehung verwahrloster Mädchen in Mühlhausen. Danach wurde sie Erziehungsleiterin der Aktion „Stadtkinder aufs Land“ in der von der Landesversicherungsanstalt in Bad Gottleuba eingerichteten Kinderkolonie.

Elisabeth Hunaeus gründete 1926 in Hellerau bei Dresden (Festspielhaus) eine umfassende Ausbildungsstätte für das weibliche Geschlecht, das sie „Seminar für Frauenbildung“ nannte. Dieses umfasste eine Kindergärtnerinnen- und Hortnerinnenschule, ein Kinderpflegerinnenseminar, ein Internat für die Seminaristinnen und ein kleines Kinderheim mit 15 Plätzen. Die Schülerinnen der sozialpädagogischen Schulen „erhielten eine Ausbildung, die eine Förderung des Kreativ-Künstlerischen wie Praktisch-Handwerklichen vorsah. Der obligatorische wissenschaftliche Unterricht war nicht ausgespart. Ebenso wurde Wert auf die Rhythmisierung des Lebens durch das Hervorheben von Festen, Spiel und Tanz gelegt“.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums ihres Seminars resümierte Hunaeus im Festvortrag über die Ausbildung:

„Die Montessori-Methode arbeitet zu viel mit mathematischen Formen, die als ein Fertiges und Starres dem Wesen kleine Kinder nicht dienen können. Auch in den Bausteinen, Falt- und Konstruktionsspielen Friedrich Fröbels überwiegen abstrakte Formen zu sehr. Dagegen beziehen wir andere wichtige Hinweise der Pädagogik Friedrich Fröbels in unsere Arbeit ein. Das sind meine Vorschläge für die Musikpflege, Sprachgestaltung, Bewegungsspiel und Gymnastik mit Kleinkindern; Erziehung zu Pflanzen- und Tierpflege und vielseitige Betätigung des kindlichen Spiels- und Basteltriebes… Der eigentlich künstlerischen Erziehung dient dann im Besonderen der Unterricht im Zeichnen, Werk- und Gartenarbeit, Gymnastik, Volkstanz und Laienspiel. Wir haben den letztgenannten Fächern in unserem Stundenplan von Anfang an wesentlich mehr Stunden eingeräumt, als es an anderen Kindergärtnerinnen-Seminaren üblich war, denn wer formend auf andere Menschen wirken will, in dem müssen zunächst selbst die schöpferischen Fähigkeiten entwickelt werden“

Im Spätsommer 1933 übersiedelte die Bildungsinstitution nach Boxdorf bei Dresden. Als Anhängerin der Anthroposophie scheute sich die Schulleiterin nicht „das Risiko, politisch oder rassisch diskriminierten Schülerinnen den Besuch ihrer Schule zu ermöglichen“. Somit war die Bildungsinstitution Repressionsmaßnahmen durch die Nazis ausgesetzt, worauf Hunaeus ihr Seminar 1938 an einen „stilleren Ort“ verlegte, nach Kempfenhausen am Starnberger See. Doch auch dort wurde Elisabeth Hunaeus „zusehends von führenden Leuten der NSDAP, der NS-Verwaltung und seinem Repressionsapparat beschattet… Allein der Schulleiterin Sympathie für die Lehren Rudolf Steiners war den Braunhemden äußerst suspekt, wenngleich sie Mitglied der NS-Frauenschaft war und Briefe mit ‚Heil Hitler‘ unterzeichnete“.

Elisabeth Hunaeus waren „Bewegungsspiele und Volkstänze, also der Zusammenklang von Musik, Gesang und Bewegung, kurz, die rhythmische Erziehung, zumindest genauso wichtig für die Ausbildung der Kindergärtnerinnen wie die theoretisch-wissenschaftlichen Ausbildungsfächer“ (Hunaeus 2017, S. 2001). Die von ihr gestalteten rhythmisch-musikalischen Aufführungen, ob in Hellerau, Boxdorf oder Kempfenhausen erfreuten sich großer Beliebtheit, weit über die Grenzen des Seminars hinaus. Beispielsweise wurde O Mensch gib acht!, das aus der Musik- und Volkstanzarbeit am „Seminar für Frauenbildung“ in Kempfenhausen entstand, 1942 uraufgeführt und auch in München im Goethesaal der Christengemeinde mehrmals gespielt.

Elisabeth Hunaeus übergab das Seminar 1967 an den Zweckverband Bayerische Landschulheime, der die Bildungseinrichtung unter dem Namen Landschulheim Kempfenhausen weiterführte als Sozialwissenschaftliches Gymnasium für Mädchen und einer Fachschule für Sozialpädagogik; für einige Jahre gab es auch eine Realschule und eine Fachoberschule für Mädchen. 1973 wurde die „Fachschule für Sozialpädagogik“ zur Fachakademie für Sozialpädagogik umstrukturiert. Wegen fehlender Nachfrage an Ausbildungsplätzen stellte die Fachakademie 1989 ihren Betrieb ein.

Elisabeth Hunaeus, die ihre letzten Lebensmonate in einem Seniorenheim in Garmisch verbrachte, starb 1973 im Alter von 80 Jahren. Ihr Grab befindet sich auf den Friedhof von Aufkirchen.

Anlässlich 50 Jahre Fachakademie für Sozialpädagogik im Jahre 1988 wurde die Schulgründerin in Wort und Schrift gewürdigt. Seitlich am Haupteingang zum „Landschulheim Kempfenhausen“ wurde eine Tafel zur Erinnerung an Elisabeth Hunaeus angebracht. Am Abend des 13. Novembers 2017 fand in der Aula des Landschulheims die Buchvorstellung Elisabeth Hunaeus. Ein Leben für Bildung und Ausbildung junger Frauen statt.1,2,3,4

Elisabeth Auguste Becker

Erteilung von Religionsunterricht durch Elisabeth Auguste Becker in ihrer „Vorschule“, Dresden. Sie betrieb auch eine Privatschule für Mädchen.1

 

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Elisabeth Andrich

Elisabeth Andrich wird 1711 als Schulköchin angenommen.

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Elisabeth Andrae

Elisabeth Louise Andrae (* 3. August 1876 in Anger bei Leipzig – † 14. Dezember 1945 in Dresden) war Landschaftsmalerin.

Leben

Elisabeth Andrae war das zweite von fünf Kindern des Eisenbahn-Ingenieurs und Geheimen Oberbaurates Carl Hermann Andrae und Auguste Sidonie Andrae. 1899 wurde Elisabeth Andrae Schülerin des Landschaftsmalers Gustav Adolf Thamm (1859 – 1925), der seit 1895 an der Dresdner Kunstakademie lehrte. Im Jahr 1905 wechselte sie zu Hans Richard von Volkmann (1860 – 1927) nach Karlsruhe.

Bereits seit 1904 beteiligte sie sich an den Großen Kunstausstellungen in Dresden und Berlin. Sie stellte unter anderem die Gemälde „Sonnenflecken“ und „Englische Kirche in Dresden“ aus.

Das Atelier hatte Elisabeth Andrae von 1910 bis zur Zerstörung 1945 in Dresden in der Ostbahnstraße 2 (Nähe Hauptbahnhof). Die Wohnsitze waren anfangs bei ihren Eltern in der Südvorstadt und in Klotzsche und später in der Fürstenstraße 15 sowie in der Ermelstraße 21.

Ihre Wirkungskreise waren jedoch nicht nur Dresden und Berlin sondern auch die Ostseeküste. Seit 1900 weilte sie öfters in Ahrenshoop/Althagen auf dem Darß und stellte zur Eröffnung des „Kunstkaten“ 1909 gemeinsam mit Else Müller-Kaempff, Anna Gerresheim und weiteren Künstlern ihr Gemälde „Der schlafende Garten“ aus.

Seit 1909 besuchte Elisabeth Andrae in den Sommermonaten auch die Insel Hiddensee. Sie wurde Mitglied des „Hiddensoer Künstlerinnenbundes“ und stellte in der „Blauen Scheune“ gemeinsam mit Künstlerinnen wie Elisabeth Büchsel, Käthe Löwenthal, Julie Wolfthorn u.a. ihre Werke aus.

Besonders in den zwanziger Jahren beteiligte sich Elisabeth Andrae sehr aktiv am Kunstleben in Dresden. So wurde sie für die Kunstausstellungen 1921 bis 1923 als eine der wenigen Künstlerinnen in den Ausschuss für die Aufnahme der Kunstwerke berufen. Außerdem war sie Mitglied der Dresdner Kunstgenossenschaft. In dieser Zeit entstanden viele Bilder von Dresden und dem Elbsandsteingebirge. Einige davon befinden sich im Besitz der Städtischen Galerie Dresden und in Privatsammlungen.

Die Malerin hatte in den dreißiger Jahren ihren Wohnsitz auch mehrfach in Berlin wo ihr Bruder Walter Andrae, Archäologe und Direktor des Pergamonmuseums, sie mit dem Malen von sieben Wandbildern zu seinen Ausgrabungen von Babylon, Assur und Uruk beauftragte. Zwei der Wandbilder sind noch erhalten und auf der Internetseite – siehe Weblink zu Elisabeth Andrae – dargestellt.

Viele Gemälde von Elisabeth Andrae befinden sich in Privatbesitz, in Galerien und Museen. So sind 23 Gemälde und 25 Zeichnungen im Museum Schloss Moyland (NRW) in der Sammlung von Hans van der Grinten zu finden. Das Stralsunder Museum hat 19 Zeichnungen im Bestand und auch das Heimatmuseum der Insel Hiddensee in Kloster besitzt 3 Zeichnungen.

Am 14. Dezember 1945 verstarb Elisabeth Andrae in ihrer Wohnung auf der Ermelstr. 21 in Dresden-Striesen.

 

Elisabeth Ahnert

Elisabeth Ahnert, geborene Röth, erfuhr eine frühe Förderung durch die in Chemnitz ansässige Künstlerin Martha Schrag. Sie absolvierte von 1908 bis 1912 ein Studium an der Kunstgewerbeschule Dresden bei Max Frey, Margarete Junge und Carl Rade. (Frauen wurden erst seit dem Jahr 1907 zum Studium an der Kunstgewerbeschule zugelassen.)

In Dresden erlebte Ahnert das Aufbranden der Moderne und stand in Kontakt zu Künstlern wie Paula Lauenstein, Theodor Rosenhauer, Paul Wilhelm oder Karl Kröner. Sie heiratete 1912 den Kommilitonen Arthur Willibald Ahnert (1885–1927). Seit 1925 erhielt sie eine Förderung durch den Galeristen Heinrich Kühl in Dresden. Ahnert unternahm zwei Studienreisen nach Italien.

1945 zog sie aus dem zerstörten Dresden nach Ehrenfriedersdorf im Erzgebirge, wo sie bis zu ihrem Tod lebte. Sie pflegte ab 1946 eine enge Freundschaft mit Albert Wigand. Im Kunstbetrieb der DDR galt sie eher als „Kunst-Außenseitern“, war allerdings auf Ausstellungen bis zu ihrem Tod recht gut vertreten. Elisabeth Ahnert war Mitglied im Deutschen Künstlerbund und im Verband Bildender Künstler der DDR.

Die Malerin zeigte 1950 die Ausstellung „Triumph des Einfachen“. Sie lebte in Ehrenfriedersdorf und Dresden. Werke von ihr finden sich im im Stadtmuseum Chemnitz. 1996 gab es eine Ausstellung im Kabinett der Galerie Finckenstein Dresden: Applikationen, Collagen und Radierungen.1

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Prof. Elfriede Feudel

Elfriede Antonie Feudel, geb. Thurau (* 30. Oktober 1881 in Stargard in Pommern; † 30. März 1966 in Freiburg im Breisgau) war eine deutsche Wegbereiterin der Rhythmik, als eine Methode der Körpererziehung, die sich ganzheitlich auf alle Dimensionen des Menschen, seine leiblichen, seelischen und geistigen Kräfte bezieht.

Sie war das zweite von neun Kindern des Rechtsanwalts und Notars Adalbert Thurau und dessen Ehefrau Elisabeth, geb. von Gizycki. Die Familie übersiedelte 1890 nach Berlin. Dort absolvierte Elfriede Thurau das Königliche Lehrerinnenseminar. Nach dem Studium arbeitete sie von 1901 bis 1904 als Hauslehrerin und Erzieherin in England. Nach Deutschland zurückgekehrt erhielt sie eine Anstellung als Lehrerin an einer katholischen Volksschule in Berlin-Schöneberg. Zugleich besuchte die junge Lehrerin Vorlesungen an der Universität über Musik und Philosophie.

1910 besuchte sie eine Aufführung in Rhythmischer Gymnastik von Émile Jaques-Dalcroze an der Königlich akademischen Hochschule für Musik und beschloss sich in dieser Methode ausbilden zu lassen. Sie ließ sich vom Schuldienst beurlauben und absolvierte die Ausbildung in Rhythmischer Gymnastik an der Bildungsanstalt für Musik und Rhythmus in Hellerau bei Dresden, die von Jaques-Dalcroze geleitet und mitbegründet wurde. Mai 1913 erhielt sie ihr Diplom in Rhythmischer Gymnastik. Im Januar 1915 legte Elfriede Thurau noch das Schulmusikerexamen in Berlin ab. Folgend arbeitete sie bis 1919 als Musiklehrerin in Essen. Während eines Ferienaufenthaltes in Oberbayern lernte sie den Kunstmaler Alfred Feudel kennen. Die beiden heirateten im November 1918. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

1926 war sie aktiv an der Gründung des Deutschen Rhythmikerbundes e.V. beteiligt. Im gleichen Jahr publizierte Elfriede Feudel Rhythmik. Theorie und Praxis der körperlich-musikalischen Erziehung. Dabei definierte sie die Rhythmik als Dialog zwischen Musik und Bewegung, wie aus nachstehendem Zitat ersichtlich wird:

„Dem Unterricht erwächst die wichtige und sehr reizvolle Aufgabe, eine Wechselwirkung zwischen der musikalischen Ausdeutung körperlicher Impulse (etwa ausgehend davon, dass man ein Kind zu seiner improvisierenden Bewegung seine eigene Melodie singen lässt) und dem körperlichen Erfühlen der Musik (etwa ausgehend davon, daß das Ende einer melodischen Phrase durch einen Richtungswechsel bezeichnet werden soll) herzustellen und dadurch das Gefühl der Einheit von körperlichem und musikalischem Ausdruck unbewußt erstarken zu lassen, ehe es ins Bewußtsein übertragen und fruchtbar gemacht wird.“

Von 1927 bis 1935 leitete sie das Rhythmikerseminar am Konservatorium Dortmund. Danach war sie Dozentin am Rhythmikerseminar der Folkwangschule in Essen und von 1943 bis 1945 an der Hochschule für Musik in Leipzig, wo sie zur Professorin ernannt wurde. Während der NS-Zeit trat sie, trotz mehrmaliger Aufforderungen ihrer Vorgesetzten, nicht in die NSDAP ein. Sie war Mitglied in folgenden NS-Gliederungen: NSV, Deutsches Frauenwerk, Reichsdozentenschaft, Reichsmusikkammer und Reichsluftschutzbund. Im Rahmen der NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude hielt Elfriede Feudel mehrere Vorträge und Kurse. 1939 veröffentlichte sie ihre Monografie Rhythmische Erziehung, in der sie die Gegebenheiten von Raum, Zeit, Kraft (Dynamik) und Form als die gestaltenden und auffordernden Elemente der rhythmischen Erziehung, als ureigenen Lehrstoff der rhythmischen Leibeserziehung (Feudel 1939, S. 39) vorstellte.

In den Jahren 1947 bis 1949 beteiligte sich die Rhythmikerin am Wiederaufbau der Musikhochschule in Stuttgart, an der ihre Schülerin Ingeborg Pistor das Rhythmikseminar leitete. Anschließend übernahm sie das Ressort Forschung-Vorträge-Gutachten im neu gegründeten Arbeitskreis für Rhythmische Erziehung im Verband Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer. In dieser Position organisierte sie Arbeitstagungen, Vorträge und veröffentlichte zahlreiche Schriften u. a. ihr Grundsatzwerk: Durchbruch zum Rhythmischen in der Erziehung.

Im Jahre 1956 übersiedelte Elfriede Feudel nach Freiburg/Br. Dort erteilte sie noch Rhythmikunterricht im Kindergärtnerinnen- und Jugendleiterinnenseminar des Caritasverbandes.

Grundsätze ihrer Rhythmik

Für Elfriede Feudel ist Rhythmik ein harmonisches und gleichwertiges Zusammenspiel von Musik und Körper:

In der Rhythmik treten Musik und Körper einander gleichwertig gegenüber: die Musik soll sich nach der Bewegung des Körpers richten, die Körperbewegung die Musik wiedergeben (Feudel 1956, S. 17).

Dabei war ihre entscheidende Entdeckung die Erkenntnis, dass zu den in der Musik vorhandenen Elementen Zeit und Kraft (Dynamik) noch Raum und Form als gestaltende und auffordernde Mächte hinzutreten, die auch für die Bewegung zutreffen, wobei jedes einzelne erzieherische Bedeutung besitzt. Demzufolge hat sich der Mensch mit seinem Körper, in Zeit, Raum, Kraft und Form derart einzufügen, daß er zuerst die äußersten Gegensätze innerhalb der Zeit (schnell-langsam), des Raumes (Gerade-Kurve, waagrecht-senkrecht, eng-weit, vorwärts-rückwärts usw.), der Kraft (stark-schwach, laut-leise) und Form (gesetzmäßig-ungesetzmäßig, gut-schlecht) in seiner Bewegung zum Ausdruck bringt, dann die feineren Unterschiede und Übergänge zwischen diesen Endpunkten und schließlich die leisesten Schwankungen auf dem Weg zwischen den Polen wiederzugeben lernt (Feudel 1949, S. 175). Durch den bewegungsmäßigen Dialog mit dem Gegenspieler Musik, durch die Schulung des Bewegungsapparates und der Sinne in Aufgaben der Auseinandersetzung mit den genannten Elementen wollte Elfriede Feudel eine enge Verbindung zwischen Geist, Seele und Leib, wie sie beim kleinen Kind noch vorhanden ist, wiederherstellen und so zu einem leiblichen Erfassen und Verständnis der Welt führen.1

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Eleonora Ernestine Pauli

Die Witwe Eleonora Ernestina Pauli, geb. Albrecht, verw. gew. Bergold, machte ein Legat von 100 RM dem Bürgerhospitale 1853.1

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Edith Aulhorn

Edith Aulhorn (4. April 1890 – 19. Februar 1947)1, Tochter von Ernst Oskar Aulhorn, war eine Philologin und Quäkerin. Sie unterstützte Juden und wurde von der Gestapo verfolgt. 1938 begegnete sie Victor Klemperer.2

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Dorothea Adolph

Dorothea Adolph, geschieden, war eine Strickerin, sie wohnte Schützengasse 26 III.1

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Dora Naake

Dora Gertrud Naake, geb. Augustin, Cousine von Erich Kästner, einzige Tochter des Millionärs und Pferdehändlers Franz Augustin, starb nach der Entbindung ihres Sohnes.

Der Trauerzug war so lang wie die Hechtstraße (Augenzeugin Schlögel). Ihr Sohn überlebte die Geburt, fiel aber im 2. Weltkrieg.

Ihr Grab befindet sich auf dem St.-Pauli-Friedhof in Dresden.

Grabspruch: Sie war zu gut für diese Welt.1